18.06.2023

Die Kunst der Typografie: Web- und Print-Schriften im Fokus

Als leidenschaftliche Typografie-Enthusiastin und Grafikerin bin ich immer fasziniert von der subtilen Schönheit und Wirkung, die Schriftarten auf unsere visuelle Kommunikation haben. In diesem Artikel möchte ich dir einen Einblick in die Welt der Typografie geben und speziell den Unterschied zwischen Web- und Print-Schriften erklären. Denn diese beiden Schriftwelten haben jeweils ihre eigenen Anforderungen und Besonderheiten, die es zu verstehen gilt.

Web-Schriften

Lesbarkeit und Flexibilität im Fokus Web-Schriften, wie der Name schon sagt, sind speziell für die Anwendung im digitalen Raum optimiert. Ob auf Websites, Apps oder in E-Mails - die Lesbarkeit und Flexibilität stehen hier im Vordergrund. Als Designerin weiß ich, dass die richtige Schrift auf einer Website einen erheblichen Einfluss auf die Nutzererfahrung hat. Bildschirmoptimierung anders als im Printbereich, wo die Schrift direkt auf Papier gedruckt wird, muss die Web-Schrift auf verschiedenen Bildschirmen und Geräten gut lesbar sein. Von Desktop-Computern über Tablets bis hin zu Smartphones sollte die Schrift auf jedem Bildschirm gestochen scharf und gut lesbar erscheinen.

Web-Safe Schriften

Um sicherzustellen, dass die Schriftarten auf allen Geräten korrekt dargestellt werden, werden Web-Safe-Schriften verwendet. Diese sind in der Regel Teil der Standard-Schriftfamilien, die auf den meisten Betriebssystemen und Browsern verfügbar sind. Beliebte Web-Safe-Schriften sind Arial, Helvetica, Times New Roman und Verdana.

Ladezeit

Die Geschwindigkeit einer Website ist ein entscheidender Faktor für die Benutzererfahrung. Daher ist es wichtig, Web-Schriften so zu wählen, dass sie schnell geladen werden können. Hier kommen auch Webfont-Dienste wie Google Fonts ins Spiel, die eine Vielzahl von Schriftarten bieten, ohne die Ladezeit der Website negativ zu beeinflussen. Ich möchte Dir gerne einige Beispiele für beliebte Web-Schriften nennen, die speziell für den Einsatz im digitalen Bereich entwickelt wurden und die du für dein nächstes Web-Projekt aussuchen kannst.


Arial

Klar, von Arial hat wohl jeder schon gehört, oder? Sie ist eine weit verbreitete serifenlose Schriftart, die für ihre Lesbarkeit auf Bildschirmen bekannt ist. Sie ist in verschiedenen Stilen und Gewichten erhältlich und wird häufig in Webdesigns eingesetzt.

Roboto

Wer es etwas moderner mag sollte sich für Robot entscheiden. Sie ist eine moderne, klare und gut lesbare Schriftart, die von Google entwickelt wurde. Sie eignet sich besonders gut für mobile Apps und responsive Websites.

Lato

Lato ist eine elegante Schriftart mit einer breiten Auswahl an Gewichten und Stilen. Sie ist gut lesbar und eignet sich sowohl für Überschriften als auch Fließtexte und ist außerdem gut mit anderen Schriftarten kombinierbar.

 

Print-Schriften

Präzision und Ästhetik für gedruckte Werke

Als ich das erste Mal mit Print-Schriften arbeitete, erkannte ich schnell, dass hier eine andere Herangehensweise gefragt ist. Ob in Büchern, Zeitschriften oder Plakaten - Print-Schriften verleihen gedruckten Werken eine besondere Präzision und Ästhetik.

Druckqualität

Im Printbereich können Schriften in hoher Qualität auf das Papier gebracht werden. Dadurch eröffnen sich viele Gestaltungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel der Einsatz von filigranen Schriften oder fetten Serifen-Schriften, die im digitalen Raum möglicherweise nicht so gut zur Geltung kommen würden.

Schriftartenwahl

Im Printbereich ist die Auswahl an Schriftarten nahezu grenzenlos. Von eleganten Serifen-Schriften wie Baskerville bis hin zu modernen Grotesk-Schriften wie Futura - die Vielfalt an Schriftarten ermöglicht es mir, die perfekte Typografie für das gewünschte Design auszuwählen.

Hier meine Top-Auswahl an Print Schriften:
 

Helvetica

Helvetica ist eine klassische serifenlose Schriftart, die für ihre schlichte Eleganz und ihre breite Verwendbarkeit bekannt ist. Sie zeichnet sich durch klare Linien und eine ausgewogene Proportion aus, was sie zu einer beliebten Wahl für verschiedene Druckmaterialien wie Broschüren, Magazine und Plakate macht.

Futura

Von Futura hast du bestimmt auch schon mal gehört oder? Sie ist eine serifenlose Schriftart, die für ihr modernes und geometrisches Design bekannt ist. Sie wurde in den 1920er Jahren entwickelt und hat eine klare und minimalistische Ästhetik. Futura eignet sich gut für zeitgenössische Designs, Logos, Plakate und Drucksachen, bei denen ein modernes und doch schlichtes Erscheinungsbild gewünscht wird.

Baskerville

Baskerville ist eine weitere serifenbetonte Schriftart, die für ihre Lesbarkeit und Eleganz bekannt ist. Sie verfügt über feine Details und sanfte Übergänge zwischen den Buchstaben, was sie zu einer ausgezeichneten Wahl für gedruckte Texte macht, insbesondere für Bücher, Zeitschriften und editoriale Layouts.

 

Zusammengefasst lässt sich also sagen, dass sowohl Web- als auch Print-Typografie eine entscheidende Rolle bei der Kommunikation von Botschaften spielen. Während die Web- Typografie aufgrund technischer und funktionaler Aspekte bestimmte Einschränkungen aufweist, bietet die Print-Typografie mehr Freiheit und Kontrolle über das Design. Unabhängig vom Medium ist es wichtig, die Lesbarkeit, die Wahl der Schriftarten und das Layout sorgfältig zu beachten, um eine effektive und ansprechende Typografie zu erreichen. Als Grafikerin schätze ich die Vielfalt und Kreativität, die mir die Arbeit mit beiden Schriftartenwelten bietet.

 

Möchtest du mehr über die Geschichte der Typografie wissen? Dann lese hier meinen Artikel über dieses Thema: Jetzt Artikel lesen

Quellen für Schriftarten: 

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